Mein gestohlenes Land
"Wir wurden kolonisiert. Wieder einmal." Paul Jarrin macht sich nicht allzu viel Hoffnung, wenn er über die Zukunft seines Heimatlandes Ecuador spricht. Allzu oft haben die führenden Politiker*innen des Landes höchst geheime Verträge mit führenden Industrieländern abgeschlossen, die immer dasselbe Ziel hatten: die billigste Ausbeutung der Rohstoffe des Landes – Uran, Öl, Gold und vieles mehr – bei teuerster Korruption. Aber Jarrin will nicht, dass dies so bleibt. Gemeinsam mit anderen Aktivist*innen organisiert er den Widerstand vor allem indigener Gruppen gegen den Ausverkauf und die Umweltzerstörung.
Der Filmemacher Marc Wiese folgte Jarrin in den Jahren bis 2020 in seinem detailreichen Dokumentarfilm, der vieles gleichzeitig ist: investigative Recherche, Umwelt- und Wirtschaftskrimi und Plädoyer dafür, sich den Interessen von Regierungen und Konzernen nicht zu beugen.
Festivals: Weltpremiere CPH:DOX in Kopenhagen
Deutschen Dokumentarfilm-Preis in der Kategorie Musik
Auftraggeber: Dreamer Joint Venture Filmproduktion
Form: Dokumentarfilm, 90 min
Services: Tonpostproduktion, DCP Mastering